Foto auf Leinwand

Die Geschichte der Fotografie ist lang und spannend. Betrachtet man heute eines der ersten Fotos und einen digitalen Fotoprint auf Leinwand, erahnt man, welche Entwicklungen es hier gegeben hat. Abgesehen davon erlauben einem heutzutage digitale Computerprogramme, Fotos beliebig zu bearbeiten, stellenweise zu übermalen, zu verzerren, mit einem weiteren Foto zu überlagern oder aus mehreren Ausschnitten einzelner Fotos ein neues Foto zusammenzufügen. Man kann die Farben mittels technischer Hilfen verändern, Lichteffekte und Kontraste pushen oder abmildern und ein Foto komplett in der Struktur verändern. Beispielsweise kann man es mittels eines Computerprogramms in digitale Malerei verwandeln oder zu einem Bild in Sepiatönen machen.

Die Leinwand als Ausgangsmaterial für Fotodrucke zu nutzen, ist erst ein jüngeres Phänomen. Es hat sich aber so schnell beim Publikum durchgesetzt, dass man nicht mehr genau sagen kann, wann die ersten Leinwände dieser Art in den Handel kamen. Um ein Foto auf eine Leinwand zu drucken, benötigt es lediglich Schärfe und eine bestimmte Bildauflösung von mindestens 300 dpi. Die Zahl der Pixel im Foto definiert, welche Bildgröße man für den Leinwanddruck wählen kann. Der große Vorteil des Leinwanddrucks für Fotos ist, dass man die Leinwand sowohl zu anspruchsvollen künstlerischen Zwecken nutzen als auch billige Drucke eigener Fotos im Großformat herstellen kann. Das Ganze ist relativ kostengünstig und sieht repräsentativ aus. Günstige Fotodrucke auf Leinwand wurden deshalb der Renner für Anwalts- und Arztpraxen oder Office-Räume. Sie ersetzen zunehmend das gemalte Original, denn selbstverständlich kann man auch von jedem Gemälde einen Foto auf Leinwand herstellen. Das erweitert die Möglichkeiten der Raumgestaltung beträchtlich. Beispielsweise kann man einen Buddha als Leinwandprint in verschiedenen Varianten gestalten. Auf einer, zwei oder drei Leinwänden gedruckt, ergibt er jeweils individuelle Aufhängungsmöglichkeiten. Diese fügen dem eigentlichen Foto weitere Möglichkeiten hinzu. Man kann die drei Leinwände mit dem Buddha nun in einer Reihe, treppenartig oder mit einem erhöht gesetzten Mittelpart aufhängen.

Ein Foto auf eine Leinwand zu drucken, bietet aber noch weitere Möglichkeiten. Beispielsweise könnte man die Leinwand mit einer dahinter installierten Lichtquelle versehen. Außerdem kann man die Leinwand hinterher weiter bearbeiten. Zum Bemalen mit Tusche, Öl- oder Acrylfarben eignet sie sich wegen der mangelnen Farbechtheit meist schlecht, denn durch Feuchtigkeit lösen sich die Farben zum Teil ab. Wachsmalstifte, Buntstifte oder ähnliches eignen sich aber perfekt. Künstlerische Lösungen sind auch collageartige Einklebungen, mit denen man den Fotoprint verfremden kann. Hier bietet sich ein weites Feld, aus einem einfachen Foto gestalterisch etwas herauszukitzeln, das den Charakter der Individualität hat.